Theologie Neues Testament

Der jüdische Messias Jesus und sein jüdischer Apostel Paulus

Armin D. Baum, Detlef Häusser, Emmanuel L. Rehfeld (Hg.)

 

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament II 425

Mohr Siebeck

2016, 417 Seiten

 

Inhaltsübersicht:

  • Thomas Pola: Zu »den Werken des Gesalbten« (Mt 11,2–6 par .) vor dem Hintergrunde der alttestamentlichen und frühjüdischen Traditionsgeschichte
  • Roland Deines: Der Messiasanspruch Jesu im Kontext frühjüdischer Messiaserwartungen
  • Emmanuel L. Rehfeld: Der Christus Israels zwischen Golgatha und Galiläa. Beobachtungen zum Verhältnis von vorösterlicher Jesusbotschaft und nachösterlichem »Christus-Kerygma« in der Darstellung der Synoptiker
  • Armin D. Baum: Zwischen Abschreibeverhältnis und frühjüdischer Gedächtniskultur. McIvers experimentalpsychologische Kriterien zur Identifizierung eines Abschreibeverhältnisses zwischen den synoptischen Evangelien
  • Volker Gäckle: Dimensionen des Heils. Die βασιλεία τοῦ θεοῦ in der Verkündigung Jesu und in den Briefen des Apostels Paulus
  • Joel R. White: Führt der Messias sein Volk aus dem Exil? Eine kritische Auseinandersetzung mit N. T. Wrights These eines impliziten Metanarrativs hinter dem paulinischen Evangelium
  • Hanna Rucks: Paulus als Jude(n) lesen. Zur Auslegung von Römer 9–11 unter jesusgläubigen Juden
  • Guido Baltes: »Freiheit vom Gesetz« – eine paulinische Formel? Paulus zwischen jüdischem Gesetz und christlicher Freiheit
  • Detlef Häußer: Die Verkündigung des jüdischen Messias in der paganen Welt. Der Beitrag der Gemeinde in Philippi zur Mission des Apostels Paulus
  • Alexander Weiß: Paulus und die coloniae . Warum der Apostel nicht der einzige römische Bürger unter den frühen Christen war
  • Michael Theobald: Alt und Neu. Innovative Begriffsbildungen in den Pastoralbriefen als Indiz ihres pseudepigraphen Charakters

Jesus und der Sieg Gottes

Nicholas T. Wright

 

francke

2013, 866 Seiten

 

Verlagsbeschrieb:

"Wer war Jesus? Was wollte er? Und in welcher Beziehung steht das zur grundlegenden Geschichte Gottes mit seinem Volk und mit der Welt? Diese Fragen sind in der neutestamentlichen Forschung seit mehr als hundertfünfzig Jahren umstritten.
Mit diesem Buch legt der englische Neutestamentler und frühere Bischof Nicholas Thomas Wright einen Neuansatz im Verständnis von Jesus vor. Er interpretiert Jesus als Jude und Christ, als Menschen seiner Zeit und Messias der Welt. Im Hintergrund steht dabei nicht nur die im Alten Testament aufgezeichnete Geschichte Gottes mit seinem Volk, wie dieses Volk sie im ersten Jahrhundert verstanden hat, sondern auch ein großes Zutrauen zu den neutestamentlichen Texten. So werden die Evangelien nicht als Steinbruch betrachtet, aus dem man einzelne Verse herausnimmt und ohne Rücksicht auf ihren Kontext auswertet, sondern als antike Geschichtstexte gelesen, die davon berichten, wie Gott diese Geschichte mit seinem Volk weitergeschrieben und zur Weltgeschichte gemacht hat.
Wrights Buch ist damit nicht nur eine Fundgrube für alle, die sich für den Jesus des ersten Jahrhunderts und des Neuen Testaments interessieren, es eröffnet auch neue Einblicke und schlägt Schneisen hin zu einem tiefgreifenderen Verständnis der Grundfragen des Christentums: Wer war Jesus und was wollte er?"

 

Das Buch ist zuerst 1996 auf Englisch erschienen unter dem Titel Jesus and the Victory of God.

Das Neue Testament und das Volk Gottes

Nicholas T. Wright

 

francke

2011, 698 Seiten

 

Band 1 der auf sechs Bände angelegten Reihe "Die Ursprünge des Christentums und die Frage nach Gott" befasst sich zuerst mit methodischen und hermeneutischen Fragen. Nach Wright lassen sich Theologie und Geschichte nicht einfach trennen, weshalb die Reihe nicht einfach eine "Theologie des Neuen Testaments" ist, auch wenn ich sie hier so einordne. Wright präsentiert einen Ansatz, den er als "kritischen Realismus" bezeichnet. Anschliessend führt er ein in das Judentum des 1. Jahrhunderts innerhalb der griechisch-römischen Welt und schliesslich in das "erste christliche Jahrhundert", was in einer vorläufigen Skizze der ersten Christen resultiert.

 

Das Buch ist zuerst 1992 auf Englisch erschienen unter dem Titel The New Testament and the People of God. Weitere bereits auf Englisch erschienene Bände der Reihe sind Jesus and the Victory of God (1996) und The Resurrection and the Son of God (2003). Band 4 (Paul and the Faithfullness of God) wird 2013 erwartet.

Der Tempel aller Zeiten. Die Wohnung Gottes und der Auftrag der Gemeinde

Gregory K. Beale

 

Betanien

2011, 492 Seiten

 

Vom Umschlagtext: "In der gesamten Bibel steht der Tempel für Gottes Ziel mit seinem Volk: In seiner Mitte zu thronen und zu wohnen, um als Schöpfer und Erlöser angebetet zu werden und seine Herrlichkeit in die ganze Schöpfung hinausstrahlen zu lassen. Von Eden bis zur letzten Seite der Offenbarung lässt sich dieser rote Faden verfolgen. In diesem Buch zeigt Gregory Beale diesen roten Faden - unterstützt von zahlreichen antiken Quellen - und eine erstaunliche Fülle an biblischen Zusammenhängen von Eden über die Wohnung Gottes und das in Christus bereits angebrochene Heil bis zur Vollendung auf. Wofür Adam, Israel und der Tempel unvollkommene Schatten waren, das hat Christus vollkommen zu erfüllen begonnen."

 

Das Buch ist zuerst 2004 auf Englisch erschienen unter dem Titel The Temple and the Church's Mission.

Kinship by Covenant: A Canonical Approach to the Fulfillment of God's Saving Promises

Scott W. Hahn

 

Yale University Press

2009, 589 Seiten

 

Bei diesem Buch handelt es sich eher um eine gesamtbiblische als um eine neutestamentliche Theologie. Der Inhalt wird auf dem Umschlagtext folgendermassen beschrieben:

 

"While the canonical scriptures were produced over many centuries and represent a diverse library of texts, they are unified by stories of divine covenants and their implications for God's people. In this deeply researched and thoughtful book, Scott Hahn shows how covenant, as an overarching theme, makes possible a coherent reading of the diverse traditions found within the canonical scriptures.Biblical covenants, though varied in form and content, all serve the purpose of extending sacred bonds of kinship, Hahn explains. Specifically, divine covenants form and shape a father-son bond between God and the chosen people. Biblical narratives turn on that fact, and biblical theology depends upon it. With meticulous attention to detail, the author demonstrates how divine son ship represents a covenant relationship with God that has been consistent throughout salvation history. A canonical reading of this divine plan reveals an illuminating pattern of promise and fulfillment in both the Old and New Testaments. God's saving mercies are based upon his sworn commitments, which he keeps even when his people break the covenant."

Biblische Theologie des Neuen Testaments. Band 1: Grundlegung - Von Jesus zu Paulus

Peter Stuhlmacher

 

Vandenhoeck&Ruprecht

3.Aufl. 2005, 418 Seiten

 

Im ersten Band seiner Biblischen Theologie des Neuen Testaments behandelt Stuhlmacher die Verkündigung Jesu, die Verkündigung der Urgemeinde und die Verkündigung des Paulus (wobei er allerdings nur sieben Paulusbriefe für echt hält). Besonders in Bezug auf die Verkündigung Jesu ist Stuhlmacher für deutsche universitäre Verhältnisse unkonventionell grosszügig darin, Jesus-Worte für echt zu halten. Eine Stärke seiner Theologie ist zudem auch, dass er dem Alten Testament einen wesentlich höheren Stellenwert beimisst, als dies im Gefolge der religionsgeschichtlichen Schule üblicherweise der Fall ist.

The Ways of our God. An Approach to Biblical Theology

Charles H.H. Scobie

 

Eerdmans Publishing Company

2003, 1038 Seiten

 

Dieses Buch präsentiert eine Gesamtbiblische Theologie. Auf den ersten hundert Seiten legt Scobie seinen methodischen Ansatz ausführlich und umsichtig dar. Im zweiten Teil entfaltet er dann die Biblische Theologie, in vier Teilen: "God's Order", "God's Servant", "God's People" und "God's Way". Ausgangspunkt jedes Teils ist die alttestamentliche Verkündigung (Proclamation), dann folgt die alttestamentliche Verheissung (Promise), anschliessend stellt er die neutestamentliche Erfüllung (Fulfillment) dar und eröffnet schliesslich einen Ausblick auf die neutestamentlich erwartete Vollendung (Consummation).

A Theology of the New Testament

Georg Eldon Ladd

 

Eerdmans

2. Aufl. 1993, 778 Seiten

 

(md). Dies ist die überarbeitete Version einer klassischen evangelikalen NT-Theologie. Auch wenn dieses Standardwerk etwas in die Jahre gekommen ist, kann man aus der Lektüre immer noch viel lernen.

Jesus

Jesus According to Scripture: Restoring the Portrait from the Gospels

Darrell L. Bock

 

Baker Book House

Reprint 2006, 704 Seiten

 

Beschreibung des Verlags:

"In recent years, historians and biblical scholars have been in active pursuit of the Jesus of history. The Jesus Seminar and similar efforts to place Jesus within his historical context have relied heavily on extrabiblical documents, since many historians consider the Bible to be propagandistic and biased. Darrell Bock, however, believes that the Gospels' account of Jesus deserves further examination. Bock argues that when read together, the Gospels provide a clear picture of Jesus and his unique claims to authority. To demonstrate this claim, he offers Jesus according to Scripture.

While noting how details of the canonical presentation of Jesus relate to first-century Palestinian culture, Jesus according to Scripture is not a historical study of Jesus. Instead, it seeks to show the coherent portrait of Jesus that emerges from the Gospels, a portrait that is rooted in history and yet has produced its own historical and cultural impact.

Bock begins his work with a brief overview of each Gospel, surveying its structure, themes, authorship, setting, and date. He then offers an examination of Jesus as portrayed in the Synoptic Gospels presented together. Bock, however, does not attempt to harmonize them but leaves their narrative lines intact, allowing events to be repeated. In this way readers are invited to appreciate the contribution of each event internally to that Gospel as well as to its parallels. Next, Bock provides a detailed analysis of the Fourth Gospel's portrayal of Jesus. He finishes with a summary of the main theological themes found throughout the Gospels, thus unifying them into a cohesive portrait of Jesus.

Jesus according to Scripture is an excellent textbook for courses on the life of Jesus at both the advanced college and seminary levels. Additionally, pastors, teachers, and all those interested in Jesus and the Gospels will enjoy this scholarly yet accessible book."

Jesus und die Bibel. Autorität, Kanon und Text des Alten und Neuen Testaments.

John Wenham

 

Hänssler Verlag

2000, 236 Seiten

 

Heinrich von Siebenthal auf dem Umschlagtext: "John Wenhams Buch 'Jesus und die Bibel' hat schon unzähligen Christen in aller Welt - so auch mir - geholfen, eine intellektuell begründbare Schrifthaltung zu finden. Einem besseren Ansatz als dem von Wenham propagierten, unseren Umgang mit der Bibel nämlich konsequent in Jesus, dem Sohn Gottes, selbst, zu verankern, bin ich bisher nicht begegnet. Und die Redlichkeit und Gründlichkeit, mit denen der Autor diesen Ansatz entfaltet und auf die sich daraus ergebenden Fragen (u.a. nach dem richtigen Kanon) eingeht, bewundere ich. Über das Erscheinen dieser lang erwarteten deutsch-sprachigen Fassung freue ich mich daher von Herzen."

 

Das Buch ist zuerst 1993 auf Englisch unter dem Titel Christ and the Bible erschienen.

Paulus

Paul and the Law. Keeping the Commandments of God

Brian S. Rosner

 

InterVarsity Press

2013, 250 Seiten

 

In dieser Studie zur Bedeutung des alttestamentlichen Gesetzes in der paulinischen Ethik schlägt Rosner vor, "a) den Ausdruck 'Gesetz' im Neuen Testament nicht so sehr mit der Frage 'welche Gebote/Teile des Gesetzes?', sondern 'das Gesetz in welcher Funktion?' zu lesen. Und b) seine Antwort auf diese Frage ergibt drei 'Kategorien', die auch als drei 'moves' im Nachdenken des Paulus über das Gesetz verstanden werden können: 1 Die mosaischen Gebote werden 'als Gesetz' (polemisch) zurückgewiesen, 2 sie werden 'prophetisch' (radikal) ersetzt und 3 schliesslich 'weisheitlich' und 'von Herzen' wieder angeeignet! Das bedeutet: Das Gesetz als mosaisches Bundesgesetz ist für Juden- und Heidenchristen aufgehoben, aber das Gesetz als Schrift hat weiterhin Bedeutung für Christen. Es gilt daher für Christen nicht so sehr 'die Gebote des Gesetzes' zu studieren, sondern 'das Gesetz als Gebot', 'das Gesetz als Prophetie' und 'das Gesetz als Weisheit'." (zitiert aus Rez. von Jürg Buchegger-Müller in JETh 28 (2014) 258f).

Worum es Paulus wirklich ging

Tom Wright

 

Brunnen Verlag

2010, 224 Seiten

 

S.9f.: "Ich frage mich manchmal, was Paulus zur Behandlung sagen würde, die er im 20. Jahrhundert genossen hat. [...]. Es erging ihm in diesem Jahrhundert fast ähnlich wie zu seinen Lebzeiten. Niemand, der über das Christentum nachdenken will, kann ihn ignorieren; aber man kann ihn missbrauchen, missverstehen, ihm die eigenen Kategorien überstülpen, die falschen Fragen an ihn herantragen und sich dann wundern, warum er keine klaren Antworten gibt. Man kann auch schamlos Material von ihm ausleihen, um es in andere Gedankengebäude einzupassen, die er nicht gutgeheissen hätte - all dies kann man tun, und man tut es auch. [...]

Es scheint, dass heute, wie beim Aufruhr in Ephesus, eine Menge Lärm auf beiden Seiten der Front von Menschen gemacht wird, die sich im Grunde gar nicht sicher sind, wovon sie reden. Menschen, die sich nicht trauen, sich mit ihrem Zorn über Gott oder Jesus direkt an die eigentlichen Adressaten zu wenden, sind oft froh, diesen an jemand wie Paulus auslassen zu können, dem gegenüber man keinerlei derartigen Hemmungen hat. Auf der anderen Seite schrecken Leute, die sich eifrig an ein theologisches oder religiöses System klammern, manchmal davor zurück zu behaupten, ihr System repräsentiere tatsächlich Gottes Sicht der Dinge. Wer aber Paulus als Alliierten auf seiner Seite glaubt, hat den Trost, einen Freund vor Gericht zu haben. Man kann vermuten, dass Paulus von Freund wie Feind peinlich berührt wäre, obwohl ich tippe, dass er sich inzwischen daran gewöhnt hat."

 

Das Buch ist zuerst 1997 auf Englisch unter dem Titel What St. Paul Really Said erschienen.

Paul the Missionary. Realities, Strategies and Methods

Eckhard J. Schnabel

 

IVP Acedemic

2008, 518 Seiten

 

Beschreibung des Verlages:

"Eckhard Schnabel's two-volume Early Christian Mission is widely recognized as the most complete and authoritative contemporary study of the first-century Christian missionary movement. Now in Paul the Missionary Schnabel condenses volume two of the set, drawing on his research to provide a manageable study for students of Paul as well as students and practitioners of Christian mission today.

 

Schnabel first focuses the spotlight on Paul's missionary work--the realities he faced, and the strategies and methods he employed. Applying his grasp of the wide range of ancient sources and of contemporary scholarship, he clarifies our understanding, expands our knowledge and corrects our misconceptions of Paul the missionary.

 

In a final chapter Schnabel shines the recovered light of Paul's missionary methods and practices on Christian mission today. Much like Roland Allen's classic Missionary Methods: St. Paul's or Ours? of nearly a century ago, Schnabel offers both praise and criticism. For those who take the time to immerse themselves in the world of Paul's missionary endeavor, this final chapter will be both rewarding and searching."

Paul, Apostle of God's Glory in Christ. A Pauline Theology

Thomas R. Schreiner

 

IVP Academic

2006, 504 Seiten

 

Beschreibung des Verlages:

"Every serious student of the New Testament and of Christian theology must come to grips with the apostle Paul. In Paul, Apostle of God's Glory in Christ, Thomas R. Schreiner gives us a sound and insightful exposition and assessment of Paul's theology that is well-geared to the needs of seminary students and working pastors.

While thoroughly informed by the issues of contemporary Pauline studies, he offers an account of Paul's theology that is relatively unburdened by scholarly trappings but deals directly with the matter.

"The goal of writing a Pauline theology," he writes, "is to unearth Paul's worldview and to present it to contemporaries. Our task is not merely to reproduce Paul's thinking on various topics but to rightly estimate what is most important in his thinking and to set forth the inner connections between the various themes."

Like most writers of a Pauline theology, Schreiner discerns something at the heart and soul of Paul's theology. As Schreiner puts it, "The passion of Paul's life, the center and foundation and capstone of his vision, and the animating motive of his mission was the supremacy of God in and through the Lord Jesus Christ." Schreiner has stitched this theme into the fabric of his book, and the result is a Pauline theology that is not only informative, but spiritually uplifting, as well.

Here is a Pauline theology eminently suited to the needs of theological students and preachers."

Christusbekenntnis und Jesusüberlieferung bei Paulus

Detlef Häusser

 

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament II/210

Mohr Siebeck

2006, 416 Seiten

 

Umschlagtext: "Detlef Häußer untersucht das Verhältnis von Jesus und Paulus und richtet dabei den Fokus auf die Christologie. Es geht dabei um die theologische und traditionsgeschichtliche Beziehung von Paulus zur urchristlichen Bekenntnistradition und zur Jesusüberlieferung. Die vorpaulinische Christologie konnte insbesondere an Jesu Selbstbekenntnisse anknüpfen. Paulus dürfte schon in Damaskus und Jerusalem und nicht erst in Antiochien wichtige Traditionen dieser Art kennen gelernt haben. Sie bilden neben dem Damaskusereignis eine entscheidende Grundlage der paulinischen Christologie. In der Christologie ist deshalb sowohl eine bemerkenswerte theologische Sachkongruenz als auch eine traditionsgeschichtliche Kontinuität von Paulus zu den Aposteln vor ihm und zu Jesus selbst zu konstatieren."

Paulus. Jünger Jesu oder Begründer des Christentums? 

David Wenham

 

Schöningh

1999, 408 Seiten

 

md. Wenham, ehem. Dozent für Neues Testament an der Universität von Oxford, beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage ob Paulus ein treuer Jünger Jesu war oder ein Neuerer, der das frühe Christentum zu ganz wesensfremden und von Jesus unautorisierten Vorstellungen geführt hat. Dazu vergleicht er verschiedene theologische Themen bei Jesus und Paulus wie u.a. das Reich Gottes, das Kreuz und die Eschatologie.

 

Auf S. 369 formuliert Wenham ein Ergebnis seiner Untersuchungen:

"Paulus wäre entsetzt gewesen, wenn ihn jemand als den Begründer des Christentums bezeichnet hätte. Für ihn war Jesus die Quelle der Theologie: zuerst der Jesus, dem er auf der Straße nach Damaskus begegnet war, dann der Jesus der christlichen Tradition. Natürlich setzt er die beiden gleich. Sich selbst betrachtet er als 'Knecht Jesu Christi', nicht als Begründer des Christentums – und auch bei diesem Punkt hatte er Recht."

Johannes

A Theology of John's Gospel and Letters. The Word, the Christ, the Son of God

Andreas Köstenberger

 

Biblical Theology of the New Testament Series

Zondervan

2009, 656 Seiten

 

Beschreibung des Verlages:

 

"The first title in Zondervan’s new, eight-volume Biblical Theology of the New Testament series, this landmark textbook by leading Johannine scholar Andreas Köstenberger thoroughly explores John’s Gospel and letters and relates them to the rest of the New Testament and the Bible as a whole. This is by far the most comprehensive treatment of John’s writings available and makes an ideal college- or seminary-level text.

A Theology of John’s Gospel and Letters introduces the first volume in the BTNT series. Building on many years of research and study in Johannine literature, Andreas Köstenberger not only furnishes an exhaustive theology of John’s Gospel and letters, but also provides a detailed study of major themes and relates them to the Synoptic Gospels and other New Testament books. Readers will gain an in-depth and holistic grasp of Johannine theology in the larger context of the Bible."