Literatur zum Markusevangelium

Artikel: "Mk 16,1-8 - eine Tendenzlegende?"

Jochen Wagner

 

In: Theologische Beiträge 10 - 2/3 (2010), S.137-146)

 

Wagner untersucht den Markusbericht über das leere Grab und argumentiert für dessen historische Richtigkeit. Damit widerspricht er der verbreiteten Ansicht, dass es sich bei Mk 6,1-8 um eine Tendenzlegende handelt.

 

Artikel: "The Ending of Mark"

Robert H. Stein

 

In: Bulletin for Biblical Research 18.1 (2008), S.79-98.

 

Die Debatte über den korrekten Markusschluss dauert schon lange an. In der ersten Hälfte des 20. Jh. war die Ansicht vorherrschend, dass der echte Markusschluss, der auf Mk 16,8 folgen würde, verloren sein, während sich die vorherrschende Meinung in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts dahin gewendet hat, dass Mk 16,8 das beabsichtigte Ende des Evangeliums sei. Stein argumentiert in diesem Artikel von Mk 14,28 und 16,7 her, dass das Evangelium auf die Begegnung der Jünger mit dem auferstandenen Jesus hin angelegt sei. Ausser der Parusieverheissung wäre ansonsten die Auferstehungsverheissung Jesu die einzige unerfüllte Prophezeiung im Markusevangelium. Weiter argumentiert Stein, dass der Fokus von Mk 16,1-8 nicht auf den Jüngern und ihrem Versagen liege, sondern auf Jesus Christus dem Gottessohn.