Monatszitat Juli 2017

Die Sprache des Glaubens, die Sprache der öffentlichen Verantwortung, in welcher wir als Christen notwendig sprechen, wird darum unvermeidlich ganz schlicht jedenfalls auch die Sprache der Bibel, der hebräischen und griechischen Bibel und ihrer Übersetzungen und die Sprache der christlichen Tradition, die Sprache in den Formen der Gedanken, Begriffe und Ideen, in welcher die christliche Kirche im Laufe der Jahrhunderte ihre Erkenntnis gewonnen und verteidigt und erklärt hat: es gibt eine spezifisch kirchliche Sprache. Nennen wir es bei dem bekannten Namen: es gibt eine "Sprache Kanaans". [...] Das ist sicher, wo die christliche Kirche nicht in ihrer Sprache zu bekennen wagt, da pflegt sie gar nicht zu bekennen.

 

Karl Barth, Dogmatik im Grundriss