Umwelt und Zeitgeschichte Neues Testament

Pergament und Papyrus, Tafeln und Ton. Lesen und Schreiben zur Zeit Jesu

Allan R. Millard

 

Brunnen

2000, 256 Seiten

 

Kundenrezension auf Amazon: "Millard gibt in seinem exzellent bebilderten Buch einen wissenschaftlich hochkarätigen und spannenden Überblick über alle Facetten des Lesens und Schreibens im Nahen Osten zur Zeit Jesu. Das Buch ist auf dem aktuellsten Forschungsstand, da der Brunnen-Verlag es geschafft hat, es im selben Jahr zu veröffentlichen wie die englische Originalausgabe, 2000. Auch die Verwendung der Sprachen Hebräisch, Aramäisch, Griechisch, Latein, ihre Verbreitung und die jeweiligen Kontexte ihres Gebrauchs werden mit detektivischer Akkuratheit dargestellt. Für jeden althistorisch, altphilologisch oder -vor allem - biblisch-exegetisch interessierten Leser eine bereichernde Lektüre, aber auch ein exzellentes Nachschlagewerk, da das Buch in zahlreiche gute überschaubare Einzelabschnitte gegliedert ist. Die Beispiele, die Millard wählt, stammen aus allen Textsorten und Lebensbereichen. Sie vermitteln so ein farbiges Bild des Lebens im antiken Palästina. Eine Anmerkung zur Übersetzung: Auch sie ist gut, trotz einzelner Schachtelsätze und der unsäglichen Formulierung vom 'finsteren Mittelalter', die allerdings zumindest in Anführungsstrichen erscheint. Ohne das englische Original zu kennen, gehe ich davon aus, daß bei Millard hier 'Dark Ages' steht, ein Begriff, der nichts mit der polemischen Quatschformulierung 'f.M.' zu tun hat."

 

Der englische Originaltitel des Buches lautet Reading and Writing in the Time of Jesus. Das Buch ist 2004 auf Englisch in zweiter Auflage erschienen.

Basiswissen Neues Testament. Zeitgeschichte von Kyros bis Konstantin

Frederick F. Bruce

 

R.Brockhaus

2. TbAufl. 1997, ca. 490 Seiten

 

In diesem Band sind die zwei Bände "Zeitgeschichte des Neuen Testaments" (1975/76) zusammengefasst. Bruce war Neutestamentler an der Universität in Manchester und hat in diesem Band eine Zeitgeschichte NT vorgelegt, bei welcher man merkt, dass sie von einem Neutestamentler stammt, der auch den historischen Quellenwert des NT selbst ernst nimmt, und dieses entsprechend in der Zeitgeschichte einbettet.

 

Zuerst 1969 auf englisch erschienen unter dem Titel New Testament History.

Kommentar zum Umfeld des Neuen Testaments, 3 Bde

Craig S. Keener

 

Hänssler 1998

Band 1 Mt. - Joh. 532 Seiten

Band 2 Apg. - Philipperbrief 454 Seiten

Band 3 Kolosser - Offenbarung 436 Seiten.

 

(md). Ähnlich aufgebaut wie ein theologischer Kommentar liefert dieses 3 bändige Werk zu vielen Versen des Neuen Testamentes wichtige historische, kulturelle und archäologische Hintergründe.

 

Die drei Bände sind zuerst 1994 auf Englisch erschienen unter dem Titel The IVP Bible Background Commentary: New Testament.

Antike Kultur und Neues Testament. Die wichtigsten Hintergründe und Hilfsmittel zum Verständnis der neutestamentlichen Schriften

Ulrich Viktor/Carsten Peter Thiede/Urs Stingelin

 

Brunnen Verlag

2003, 304 Seiten

 

Aus dem Umschlagtext: "Warum wurde das Neue Testament in griechischer Sprache geschrieben? Welche Qualität hat dieses Griechisch? Auf welchen Wegen kamen diese Texte bis zu uns? Wie wurden sie damals gelesen? Was ist in der Antike ein Gott, wenn es damals mehr als zehntausend Götter gab? Was ist ein Retter oder Heiland? Glaubten die Zeitgenossen Jesu und die ersten Leser des Neuen Testaments bereits an ein Jenseits? Gehörten Wunder zum Alltag der Antike? Wie unterschied sich das Christentum von den Religionen der Antike, so dass es sich schliesslich gegen alle anderen durchsetzte? Das sind nur einige Bereiche, denen die Beiträge dieses Buches nachgehen."

Ein wichtiger Teil des Buches, verfasst von Ulrich Victor, befasst sich zudem mit Textkritik.

Ein Fisch für den römischen Kaiser. Juden, Griechen, Römer: Die Welt des Jesus Christus.

Carsten Peter Thiede

 

Bastei Lübbe

1998, 462 Seiten

 

"Beeindruckend sind sowohl der Kenntnisreichtum als auch die Unbefangenheit, neugierig Fragen zu stellen und Gewohntes zu torpedieren." Frankfurter Allgemeine

Ausserbiblische Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum

Frederick F. Bruce

 

TVG Brunnen

3. Aufl. 1993, 199 Seiten

 

Bruce stellt die ausserbiblischen Zeugnisse über Jesus und das frühe Christentum, die enthalten sind, zusammen und diskutiert ihre Echtheit, da wo sie umstritten ist, sowie ihre Bedeutung.

 

Das Buch erschien zuerst 1974 auf englisch unter dem Titel Jesus and Christian Origins outside the New Testament.

Artikel: "Der Zensus des Quirinius nach der Darstellung des Josephus"

Martin Hirschmüller

 

In: Jahrbuch für Evangelikale Theologie 8 (1994), S.33-84.

 

Die Diskrepanz zwischen Lukas und Josephus bezüglich der Volkszählung des Quirinius liess sich bisher nicht lösen, so dass man entweder bei Lukas oder bei Josephus Fehler vermuten muss. Wie üblich, geht die breite Forschungsmeinung davon aus, dass der biblische Zeuge unzuverlässiger ist als der ausserbiblische. Hirschmüller stellt in seinem Artikel die Quellenlage dar, skizziert die Vielfalt an Lösungsversuchen an exemplarischen Beispielen und untersucht schliesslich kritisch die Darstellung bei Josephus. Sein Ergebnis ist, "dass die chronologische Einordnung der Geschehnisse bei Josephus nicht so eindeutig und zuverlässig ist wie weithin angenommen" (S.33).