Methodenbücher

Das Studium des Neuen Testaments

Heinz-Werner Neudorfer/Eckhard J. Schnabel (Hg.)

 

TVG R.Brockhaus

2. Aufl. 2006, 527 Seiten

 

Dieses Buch ist mehr ein Nachschlagewerk als ein Arbeitsbuch. In 20 Kapiteln behandeln verschiedene Autoren Themen, mit denen sich der Exeget bei seiner exegetischen Arbeit auseinandersetzen muss. Von Fragen zu Archäologie und Umwelt, über die kritische Besprechung klassisch historisch-kritischer Methodenschritte wie der Literarkritik, sowie neuere hermeneutische Ansätze bis hin zur Frage nach Predigtvorbereitung und Verkündigung ist alles dabei.

 

Weite Teile dieses Buches sind hier online frei verfügbar.

Biblical Greek Exegesis

George H. Guthrie und J. Scott Duvall

 

Zondervan

1998, 192 Seiten

 

(md). In diesem Methodenlehrbuch geht es nicht nur darum die griechische Syntax zu verstehen und auszulegen, sondern es bietet auch viele hilfreiche Konzepte die gewonnenen Informationen dann für Predigten und Bibelstunden fruchtbar zu machen.

Einzelthemen

Narratologie und biblische Exegese. Eine integrative Methode der Erzählanalyse und ihr Ertrag am Beispiel von Matthäus 28

Sönke Finnern

 

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament II/285

Mohr Siebeck

2010, 624 Seiten

 

Umschlagtext: "Zur Auslegung von biblischen Erzähltexten greift die Exegese zunehmend auf literaturwissenschaftliche Methoden zurück, insbesondere auf die Narratologie. Aufgrund der verschiedenen Ansätze und Terminologien ist die Forschungslage jedoch nur schwer zu überblicken. Sönke Finnern gibt daher eine systematische Einführung in den interdisziplinären Forschungsstand zur Narratologie und entwickelt eine umfassende, detaillierte Methode zur Analyse von Erzählungen. Umwelt (Setting), Handlung, Figuren, Perspektive und Rezeption einer Erzählung behandelt er durchgängig aus der Sicht der „kognitiven Wende“. Der kognitive Ansatz („Wie soll der Rezipient die Erzählung wahrnehmen?“) ermöglicht dabei die Einbindung historisch-kritischer Methodenschritte. Die erarbeiteten Beschreibungskategorien werden am Beispiel von Matthäus 28 diskutiert. Die Studie mündet in einen Vorschlag zur Neuordnung der exegetischen – und allgemein textwissenschaftlichen – Methoden."

Bibelkritik und Auslegung der Heiligen Schrift. Beiträge zur Geschichte der biblischen Exegese und Hermeneutik

Marius Reiser

 

Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament I/217

Mohr Siebeck

2007, 407 Seiten

 

Umschlagtext: "Um die Mitte des 18. Jahrhunderts kam es in der Geschichte der biblischen Exegese zu einem Traditionsbruch, der einschneidender war als alle früheren Zäsuren. Daraus ging die sogenannte historisch-kritische Methode hervor. Marius Reiser geht der Frage nach, wie und warum es zu diesem Traditionsbruch kam und ob er wirklich irreparabel ist.
Schwerpunkt der Beiträge ist die Geschichte der Bibelwissenschaft in Frankreich, Deutschland und England vom 16.-19. Jahrhundert. Aber auch die Väterzeit und das Mittelalter werden berücksichtigt. Einzelne Studien (z.B. zu Gen 22; Jes 7,14; Jes 53; Mk 11,12-14) erfassen die gesamte Auslegungsgeschichte. Alle wichtigen Fragen der Hermeneutik kommen zur Sprache. Dabei soll auch das gemeinsame katholisch-protestantische Erbe deutlich werden.
Die mit der Aufklärung in Verruf geratene Methode der Allegorese wird gründlich behandelt und als symbolische Auslegungsweise verstanden, die von bleibendem Wert und erneuerbar ist. Bibelkritik und theologisch-symbolische Auslegung der Heiligen Schrift müssen keine Kontrahenten sein.
Unter den Exegeten, die eingehender behandelt werden, sind der Jesuit Benito Perera (1535-1610), Richard Simon (1638-1712), J.L. Isenbiehl (1744-1818) und F. von Hummelauer (1842-1914). Marius Reiser zeigt, daß die historisch-kritische Exegese keine Frucht der Hermeneutik und Exegese der Reformatoren ist, sondern vielmehr aus der Verbindung von humanistischer "Kritik" mit Prämissen der Aufklärung hervorgeht."

Artikel: "Echtheitsfragen und Vokabelstatistik"

Eta Linnemann

 

In: Jahrbuch für Evangelikale Theologie 10 (1996), S.87-109.

 

"Von Schleiermacher bis Schnelle, vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 20., wird durch Auflistung von Vokabular die Echtheit neutestamentlicher Schriften in Frage gestellt. Es werden einerseits Sammlungen von Wörtern vorgelegt, die man angeblich zu erwarten hätte, wenn der prätendierte Verfasser der wirkliche Verfasser gewesen wäre, andererseits Listen solcher Wörter, die angeblich nicht zu seinem Wortschatz gehören." (S.87). Der Aufsatz von Linnemann ist der Methode der Vokabelstatistik als Argument für Echtheitsfragen gewidmet.

Erwägungen eines Altphilologen zum Neuen Testament

Olof Gigon

 

Immanuel-Verlag

1972, 20 Seiten

 

Der grosse Berner Aristoteles-Forscher und Katholik Olof Gigon begutachtet kritisch die Arbeitsmethodik, wie sie in neutestamentlicher Wissenschaft praktiziert wird.

 

Diese Broschüre kann nur direkt bei der STH Basel bezogen werden.