Allgemein
Artikel: "Prophetische Prophetenauslegung?"
Manfred Dreytza
in: Christus - die Quelle unserer Erkenntnis: Festschrift zum 25jährigen Jubiläum der Studienarbeit Krelingen
Geistliches Rüstzentrum Krelingen, 1998, S.51-64
Dreytza setzt sich im Dialog mit einem gleichnamigen Aufsatz von O.H. Steck mit der Frage nach "Fortschreibung" in der Prophetenliteratur auseinander. Er sieht in der gegenwärtigen Redaktionsgeschichte drei Voraussetzungen:
1. Die atl. Propheten sind keine Offenbarungsschriftsteller, sondern Auslegungsliteratur.
2. Der lange, komplizierte Entstehungsweg der Prophetenbücher ist mit dem Stichwort "Auslegung" am besten gekennzeichnet.
3. Diese Auslegung muss als qualitativ prophetisch bezeichnet werden, im Geist der ursprünglichen Propheten.
An dieses Verständnis prophetischer Fortschreibung richtet Dreytza drei Fragen:
1. Besteht die Arbeitshypothese von Fortschreibung zu Recht?
2. Welche Auswirkungen hat sie auf den Begriff der Prophetie?
3. Welche Konsequenzen hat die Aufnahme des Traditionsbegriffs für das evangelische Kanonverständnis?
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Jesaja
The Theme of Hardening in the Book of Isaiah
Torsten Uhlig
Forschungen zum Alten Testament II/39
Mohr Siebeck
2009, 423 Seiten
Die Berufung des Propheten Jesaja, das Volk zu verhärten, hat Leser zu allen Zeiten irritiert. Torsten Uhlig präsentiert eine neue Interpretation des Themas der Verhärtung und streicht die wichtige Rolle heraus, die es für das Verständnis des ganzen Jesajabuches spielt.
Der ungeteilte Jesaja. Neues Licht auf eine alte Streitfrage
Eddy Lanz
Bibelwissenschaftliche Monographien 13
TVG R.Brockhaus
2004, 307 Seiten
Lanz argumentiert in dieser Monographie für die im Autor begründete Einheitlichkeit des Jesaja-Buches. Eine zentrale Funktion nehmen dabei die Kapitel 36-39 ein.
Jeremia
Artikel: "Horizonte der Interpretation Jeremias: Modell für das Entstehen eines Prophetenbuches."
Herbert H. Klement
In: Jahrbuch für evangelikale Theologie 18 (2004), S.45-66.
In diesem Aufsatz geht Klement insbesondere dem Unterschied nach, der zwischen den Handschriften des MT und denen der LXX besteht. Er sieht daring mögliche Hinweise auf die Entstehung eines Prophetenbuches.
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Daniel
Artikel: "Early Traces of the Book of Daniel"
Roger Beckwith
In: Tyndale Bulletin 53.1 (2002), S.75-82.
In drei zwischentestamentlichen Werken (Tobit, Watchers, Ecclesiasticus), die älteren Datums sind als die gemeinhin angenommene Datierung des Daniel-Buches, scheint eine Kenntnis des Danielbuches vorausgesetzt zu sein. Diese Texte untersucht Beckwith und kommt zu folgendem Schluss (S.82):
"If it is the case that any hypothesis is to be preferred to the hypothesis that Daniel foretold the persecution and death of Antiochus Epiphanes in advance, then, of course, these ancient witnesses must either be dated improbably late or the integrity of their writings must be challenged; but if the possibility of predictive prophecy is granted, then it is clear that the Book of Daniel, in substantially its present form, was already known and studied (even if it had not yet attained full canonicity) in the period from about 250 to 180 BC."
Artikel: "Beltschazzars Sprache. Der Wechsel von Hebräisch zu Aramäisch im Buch Daniel (Teil 2)"
Hendrik J. Koorevaar
In: Jahrbuch für Evangelikale Theologie 14 (2000), S.35-62.
Während Koorevaar in Teil 1 (JETh 13) dafür argumentiert hatte, dass der sprachliche Wechsel im Danielbuch theologisch intendiert ist, untersucht er im zweiten Teil, wie der Sprachenwechsel mit der Datierungsfrage (Früh- oder Spätdatierung) zusammen hängt.
Artikel: "Beltschazzars Sprache. Der Wechsel von Hebräisch zu Aramäisch im Buch Daniel (Teil 1)"
Hendrik J. Koorevaar
In: Jahrbuch für Evangelikale Theologie 13 (1999), S.7-32.
Koorevaar geht in diesem Aufsatz der Frage nach, ob der Sprachwechsel im Danielbuch aus bewussten Gründen erfolgt ist, oder ob er sich darauf zurückführen lässt, dass älteres aramäisches Material von einem späten Verfasser mitverwendet wurde.
Das Hebräische im Buch Daniel verglichen mit den Schriften der Sekte von Qumran
Gleason L. Archer Jr.
Verlag Freie Evang.-Theol. Akademie Basel
2. Auflage 1973, 16 Seiten
Archer vergleicht in dieser Broschüre das Hebräische im Buch Daniel mit dem Hebräischen der Qumran-Schriften. Seine Schlussfolgerung: "Im Lichte all dieser unter den vier Kategorien erbrachten und geprüften Tatsachen scheint es völlig klar, dass für die hebräischen Kapitel von Daniel eine Datierung ins 2.Jh. aus linguistischen Gründen nicht länger haltbar ist".
Die Broschüre ist nur direkt an der STH Basel zu beziehen.
Hosea
Hosea. Ein literarisches Netzwerk beweist seine Authentizität
Walter Gisin
Bonner Biblische Beiträge 139
2002, 332 Seiten
Gisin legt in dieser Monographie nach langjähriger Beschäftigung mit dem Hosea-Buch Argumente vor für die literarische Integrität und Authenzität des Hoseabuches.
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